»What you are is what you get«

Die DHL nutzt in Amsterdam Lastenräder, in Venedig Boote und parkt in Berlin Radfahrstreifen zu.

Auf Konferenzen hört man manchmal Spannendes. Über die Wahl ihrer Lieferfahrzeuge berichtete Herr Arne Melse von DHL kürzlich Folgendes:

What you are is what you get. So Venice is getting boats from DHL, Amsterdam is getting bikes and other cities are getting vans. So if you make a good urban mobility plan and look at the infrastructure and if it’s a good infrastructure, we will use it.

Damit räumt Melse mit dem Vorurteil auf, eine nicht-autozentrierte Verkehrspolitik lege eine Stadt wirtschaftlich lahm. Wirtschaftsunternehmen sind flexibel und passen sich an, wenn eine Stadt klar ersichtliche Prioritäten setzt.

Nachhören könnt ihr diese Aussage hier (ab Minute 45). (»TRANSFORuM Conference – Transformation is Possible. Roadmaps for the Future of Transport in Europe«)


Coverfoto: Jay Galvin / DHL delivery boat – Lido de Venezia / flickr / CC BY 2.0

Kevin Schön

Kevin Schön

Kevin Schön ist Herausgeber des Urbanist Magazins.

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